Legasthenie feststellen

10 Gründe, warum man Legasthenie feststellen muss.

1.) Legasthene Gehirne sind anders „verkabelt“ – Informationen werden anders verarbeitet.

2.) Daraus resultieren Stärken und Herausforderungen.

3.) Das Erkennen der Legasthenie liefert Erklärungen für Stärken, Herausforderungen und benötigte Hilfe.

4.) 4 von 5 Personen sagen, dass das Wissen um ihre Legasthenie ihnen geholfen hat durchzuhalten, damit sie ihre Ziele erreichen.

5.) Eine nicht erkannte Legastheni führt zu Selbstzweifeln, niedrigem Selbstbewusstsein und Angstzuständen.

6.) 30% der legasthenen Kinder wussten schon mit 5 oder 6 Jahren, dass sie in der Schule zurückfallen.

7.) Im Alter von 7 oder 8 Jahren waren es schon 70%, die wussten, dass sie auf der Strecke bleiben.

8.) Legasthenie kann erkannt werden, sobald Kinder das Schreiben erlernen.

9.) Wird eine Legasthenie bei Kindern früh erkannt und werden diese Kinder unterstützt, können sie wunderbar aufholen und sich entfalten.

10.) 4 von 5 erfolgreichen Legasthenikern sehen ihre legasthene Denkweise als Teil ihres Erfolges.

Wann kann man Legasthenie feststellen?

Ein Verdacht auf Legasthenie kann, laut Erfahrung, erst in der zweiten Hälfte der ersten Schulstufe (7. Lebensjahr) gestellt werden, wenn sich das Kind bereits ausreichend mit Buchstaben und Zahlen auseinandergesetzt hat und typische Fehlerarten, trotz normaler schulischer Unterstützung, nach wie vor auftreten. Ein Kindergartenkind befindet sich in einer unspezifischen Frühphase. So kann man im Vorschulalter zwar differente Sinneswahrnehmungen durch Testverfahren feststellen, diese müssen aber nicht zwingend eine Legasthenie/Dyskalkulie nach sich ziehen. Leseunreife Schulanfängerkinder können gleiche Fehlerarten im Frühleseprozess machen, wie legasthene Kinder.

Wer kann Legasthenie feststellen?

Legastheniespezialisten wie diplomierte Legasthenietrainer können auf pädagogischer Ebene anhand eines Testverfahrens eine eventuell vorliegende Legasthenie/LRS/Dyskalkulie feststellen. Auch muss unbedingt eine Anamnese gemacht werden. Sollten sich dabei Verdachtsmomente auf Sekundärproblematiken ergeben, so sind Fachleute aus den Bereichen der Medizin, der Psychologie etc. beizuziehen, damit für das Kind eine optimale, umfassende Hilfestellung möglich ist. Spezielle Hör- und Sehtests haben sich bewährt, weil man ggf. körperlich bedingte Probleme in diesen Bereichen mit Sicherheit ausschließen kann. Fachliche Hilfe finden Eltern bei diplomierten Legasthenietrainern, die sowohl im innerschulischen als auch im außerschulischen Bereich arbeiten. Mit der pädagogischen Förderung können, wenn schnell reagiert wird, zukünftige psychische Erkrankungen der Kinder vermieden werden. Für ein erfolgreiches Training ist die Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Kindern, Eltern, Lehrern und Spezialisten unbedingt notwendig. Eltern von legasthenen Kindern sollten immer aktiv in die Förderung eingebunden werden. Die effizienteste Förderung beginnt im Elternhaus, und sie beginnt mit dem nötigen Verständnis für diese Kinder, dann bleiben auch die den Erfolg störenden Spannungen aus.

Wo kann man Legasthenie feststellen lassen?

Für legasthene Kinder reicht der Standardunterricht nicht aus, um das Schreiben und Lesen zu erlernen. In der Schule sollte die Möglichkeit vorhanden sein, dass legasthenie Kinder frühzeitig entdeckt und durch Spezialisten, in Kooperation mit den Kollegen und den Eltern den Kindern auf pädagogisch-didaktischer Ebene gefördert werden. Tatsächlich benötigen die Klassenlehrer in der Grundschule, besonders aus organisatorischen Gründen sehr oft zusätzliche Hilfe, da sie in vielen Fällen damit völlig überfordert wären, alleine den Kindern zu helfen. Eine Legasthenie ist sehr vielschichtig, weshalb eine individuelle Förderung notwendig ist. Falls sich bei einem Kind nach der Testung herausstellt, dass es sich um Legasthenie handelt, sollte der diplomierten Legasthenietrainer den Eltern- und Erziehungsberechtigten aufzeigen und erklären, dass der Schreib-, Lese- und Rechenprozess nicht der Maßstab für die Intelligenz eines Menschen ist! Das Kind kann zwar nicht von einer Legesthanie geheilt werden, es kann aber mit Hilfe einer pädagogisch-didaktischen Förderung diese überwinden und mit viel Geduld und Verständnis zu sehr guten Verbesserungen gelangen, was einen großen Erfolg darstellt. Ein legasthenes Kind hat eine andere Informationsverarbeitung und lernt so auf eine andere Art! Es braucht zwar mehr Zeit, Motivation und Lob als andere Kinder, ist aber genauso in der Lage, mit Hilfe eines pädagogischen Trainings durch den diplomierten Legasthenietrainer bzw. diplomierten Dyskalkultrainer, die Kulturtechniken zu erlernen!

Der AFS-Test zur Feststellung einer vorliegenden Legasthenie

Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie hat mit Fernlernen 25 Jahre Erfahrung und in Zusammenarbeit mit dem Dyslexia Research Center die AFS-Methode entwickelt, die ein Meilenstein in der pädagogisch und didaktisch-methodischen Forschung ist. Lt. einer Studie konnte 85 % der legasthenen und dyskalkulen Kindern geholfen werden. Legasthene und dyskalkule Grundschüler können schon nach ca. 2 Jahren die gleiche Schreib-, Lese- und Rechenleistung bringen, wie nicht betroffene Kinder. Die AFS Methode bildet auch die Basis für die Erreichung einer höheren Schulbildung.

Ergeben sich Verdachtsmomente, dann soll das AFS-Testverfahren durchgeführt werden. Das AFS-Testverfahren kann sehr schnell Auskunft über Aufmerksamkeit, Sinneswahrnehmungen und Fehlersymptomatik des betroffenen Kindes Aufschluss geben. Die multisensorische AFS-Methode beruht auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass eine Verbesserung der Schreib-, Lese- und/oder Rechenfertigkeit eines legasthenen/dyskalkulen Menschen alleine durch das Üben am Symptom nicht zielführend ist. Deshalb muss in den Bereichen der Aufmerksamkeit (um der zeitweisen Unaufmerksamkeit beim Schreiben, Lesen und/oder Rechnen entgegenzuwirken), weiters in den Funktionen oder Sinneswahrnehmungen (die geschärft werden müssen) und im Symptombereich (um den Lese-, Rechtschreib-/Rechenfehlern entgegenzuwirken) eine gezielte Förderung stattfinden. Sowohl eine Legasthenie, als auch einen Dyskalkulie sind multikausal, weshalb eine individuelle Diagnostik und eine individuelle Förderung stattfinden muss. Wenn Schüler mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten rechtzeitig entdeckt werden, dann haben diese ein Recht auf eine gezielte und qualifizierte Förderung. Damit diese Kinder, die ja keine Schuld an ihrer Veranlagung tragen nicht aufgeben, muss ihnen individuell, durch speziell ausgebildete Fachleute, zuerst auf pädagogisch-didaktischer Ebene, geholfen werden.

10 Gründe, warum man Legasthenie erkennen muss:

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