Bildungskarenz: Ausbildung zum diplomierten Legasthenie- und Dyskalkulietrainer

Das Fernstudium zum diplomierten Legasthenietrainer in Kombination mit dem Aufbaufernstudium zum diplomierten Dyskalkulietrainer umfasst zusammen ein Ausmaß von 20 Wochenstunden und kann in einem Zeitraum von 12 Monaten absolviert werden. Es sind dadurch die Bedingungen für den Erhalt des Weiterbildungsgeldes im Rahmen der Bildungskarenz in Österreich erfüllt und die Fernstudien werden vom Arbeitsmarktservice (AMS) für eine Bildungskarenz anerkannt.
Bildungskarenz zum Legasthenie- und Dyskalkulietrainer
Die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme einer Bildungskarenz in Österreich wurden gelockert: Das ununterbrochene Arbeitsverhältnis beim selben Arbeitgeber muss nunmehr nur noch 6 Monate betragen, vormals war es mindestens ein volles Arbeitsjahr. Im Einvernehmen mit dem/der Arbeitgeber/in kann insgesamt ein Jahr lang (eine Stückelung dieses Zeitraums ist möglich) einer Weiterbildungsmaßnahme nachgegangen werden.
Um während dieser Zeit Anspruch auf Weiterbildungsgeld zu haben, muss diese gewählte Fortbildung gewisse Anforderungen erfüllen: Es müssen mindestens 20 Wochenstunden oder eine vergleichbare zeitliche Belastung nachgewiesen werden und es darf sich um keinen Freizeit- oder Hobbykurs ohne beruflichen Bezug handeln, die Aus- oder Weiterbildung kann aber sowohl im In- als auch im Ausland absolviert werden. Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen AMS, ob Sie für eine Bildungskarenz in Frage kommen.

Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie ist bei Ö-Cert gelistet. Damit wird die hohe Qualität und Transparenz unserer Einrichtung auch österreichweit anerkannt. Das bedeutet für Bildungsinteressierte mehr Überblick über Qualitätsanbieter österreichweit und gleiche Möglichkeiten beim Zugang zur Förderung ihrer Weiterbildung, auch wenn diese nicht im eigenen Bundesland stattfindet.

Während der Bildungskarenz bekommen Sie dann „Weiterbildungsgeld“ in Höhe des Arbeitslosengeldes, wenn sie die für das Arbeitslosengeld erforderlichen Beschäftigungszeiten aufweisen, dem AMS weiters die Bildungskarenzvereinbarung mit dem Arbeitgeber und die erforderlichen wöchentlichen Weiterbildungsstunden belegen können. Weiters ist ein Zuverdienst im Ausmaß der geringfügigen Beschäftigung erlaubt (im Jahr 2017 monatlich 425,70 Euro brutto).
Fakten zur Bildungskarenz:

• § 11 Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz (AVRAG) oder einer gleichartigen Karenzierung nach bundes- und landesgesetzlichen Regelungen
• Im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber, schriftliche Vereinbarung darüber nötig
• Ununterbrochenes Arbeitsverhältnis über mindestens 6 Monate bei dem-/derselben ArbeitgeberIn, Ausnahmeregelung bei Saisonarbeitskräften
• Dauer: mindestens drei Monate bis maximal ein Jahr, Teilantritte möglich, jeder Teil muss mindestens 2 Monate betragen, Aufbrauch der gesamten Dauer von einem Jahr innerhalb von 4 Jahren
• Gegen Entfall des Entgelts
• Anspruch auf Weiterbildungsgeld: ArbeitnehmerIn muss arbeitslosenversicherungsrechtliche Anwartschaft erfüllen, die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme (Aus- und Weiterbildungen im In- und Ausland, keine Kurse aus dem Freizeit- und Hobbybereich ohne beruflichen Bezug, mindestens 20 Wochenstunden oder eine vergleichbare zeitliche Belastung) muss nachgewiesen werden, Ausnahmeregelung bei betreuungspflichtigen Personen für Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr (nur 16 Wochenstunden nötig); zuständige Behörde: AMS des Hauptwohnsitzes
• Bildungskarenz Plus: Die einzelnen Bundesländern übernehmen bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen einen Teil der Ausbildungskosten, unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern

Quellen: http://www.ams.at/sfu/14181.html
http://wien.arbeiterkammer.at/beratung/bildung/bildungsfoerderungen/Bildungskarenz.html
PDF: http://www.ams.at/_docs/001_avrag_11.pdf

Fernstudium zur/m diplomierten Legasthenietrainer/In
Fernstudium zur/m diplomierten Dyskalkulietrainer/In

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